Kopfhaltung beim Laufen: So läufst du effizienter und schneller
Die wichtigsten Fragen zur Kopfhaltung
Heut sehen wir uns die Kopfhaltung beim Laufen an. Viele Läuferinnen und Läufer stellen sich die Frage:
- Wo soll ich beim Laufen hinschauen?
- Wie ist die richtige Kopfhaltung?
Fehler 1: Kopf zu weit im Nacken

Am besten ist es aus unserer Sicht wieder mit der Kopfhaltung zu experimentieren, indem du deinen Kopf einfach mal in den Nacken nimmst. Du schaust beim Laufen also in den Himmel. Du wirst feststellen, dass es dich hinten reinzieht, wenn du den Kopf zu weit in den Nacken nimmst. So läufst du sogar mit Rückenlage. Den Effekt von Rücklage haben wir bereits in diesem Video verraten.
Wenn du an deinen letzten Marathon, Halbmarathon oder Triathlon zurückdenkst, fällt dir vielleicht folgendes auf: Wir versetzen uns in deine letzen Kilometer, auf denen du eigentlich nicht mehr kannst, aber trotzdem alles gibst. Dein Kopf ist in den Himmel gerichtet und du kämpfst um weiter schnell zu laufen. Der Kopf fällt in den Nacken, und du in einen ineffizienten Laufstil der dich Zeit und Kraft kostet. Dieses Phänomen ist auch oft bei Kindern zu beobachten.
Fehler 2: Kopf zu weit nach unten

Das andere Extrem ist eine Kopfhaltung, die nach unten gerichtet ist. Hier besteht die Gefahr zum "Stopper" zu werden und mit einem sehr kurzen Schritt zu laufen. Auch der kurze Schritt macht dich langsam, da du gar nicht erst ins "fliegen" kommst, sondern beim Take-Off, also während der Abdruckphase schon wieder die Landung einleitest.
So machst du es richtig

Um diese Fehler zu vermeiden solltest du deine Schultern hinten "einlocken" und den Blick 20-25 Meter gerade vor dir schweifen lassen. Auch bei den Lauf-ABC Übungen solltest du darauf achten, dass du nicht auf den Boden schaust.
Wichtig: Ein kleiner Lauftipp für einen besseren Laufstil, insbesondere dann, wenn du müde wirst.
Häufige Fragen
Für alle Levels — von Einsteigern bis zu Profis
Wohin soll ich beim Laufen schauen?
Richte deinen Blick etwa 20–25 Meter gerade vor dich. Das hält deinen Kopf in neutraler Position, stabilisiert die Wirbelsäule und ermöglicht einen effizienten, aufrechten Laufstil.
Was passiert, wenn ich beim Laufen nach unten schaue?
Ein nach unten gerichteter Blick führt oft zu einer gebeugten Haltung und einem verkürzten Schritt. Du kommst nicht ins 'Fliegen' und verlierst Schrittlänge, was dich langsamer macht.
Was passiert, wenn ich beim Laufen den Kopf zu weit in den Nacken nehme?
Mit dem Kopf im Nacken läufst du in Rückenlage – dein Körperschwerpunkt verlagert sich nach hinten. Das bremst dich und kostet enorm Kraft, besonders auf den letzten Kilometern eines Wettkampfs.
Wie halte ich meinen Kopf beim Laufen richtig?
Schultern locker zurückziehen und 'einlocken', Kinn leicht eingezogen, Blick 20–25 Meter voraus. Der Kopf ist dabei verlängerter Teil der aufrechten Wirbelsäule – nicht gesenkt und nicht in den Nacken geworfen.
Wie beeinflusst die Kopfhaltung die Laufökonomie über die gesamte Wettkampfdistanz?
Eine neutrale Kopfhaltung hält die Halswirbelsäule in optimaler Position und reduziert den Muskeltonus im Nacken- und Schulterbereich. Bei langen Distanzen wie Marathon summiert sich der Energievorteil einer entspannten Nackenhaltung erheblich.
Warum verschlechtert sich die Kopfhaltung bei Ermüdung?
Wenn die Rumpf- und Nackenmuskulatur ermüdet, fällt der Kopf als schwerstes Körperteil (ca. 5–6 kg) in den Nacken oder nach vorne. Gezieltes Nacken- und Rumpfkrafttraining kann diesen Effekt in den späten Rennphasen verzögern.
Wie erkläre ich Schülern die richtige Kopfhaltung beim Laufen?
Stellt euch vor, ein Faden zieht euren Scheitel gerade nach oben in die Decke. Euer Blick geht nach vorne, nicht nach unten. Wer auf den Boden schaut, krümmt sich – wer geradeaus schaut, läuft aufrecht und schneller.
Wo kann ich in Münster meine Lauftechnik verbessern?
In Münster sind die Promenade rund um die Altstadt und die Wege am Aasee beliebte Laufstrecken für Technikübungen. Der Münster-Marathon und lokale Laufgruppen wie die Laufwelt Münster bieten Lauftechnik-Trainings mit Videoanalyse an.


