Mit 6 Fragen zu deinem neuen Laufschuh!


Als Lauftechnik-Experten helfen wir dir den besten Schuh für deine Anforderungen zu finden. Sobald du dich für deinen Favoriten entschieden hast, erklären wir im Video, warum der Schuh zu dir passt – wie ein Verkäufer im Schuhfachgeschäft.

  • Pronationstest Laufschuhberatung
  • Überpronation vs. Neutralfuss. Test Laufschuh Beratung
  • Überpronation vs. Neutralfuss. Test Laufschuh Beratung - Finde den besten Laufschuh
  • Laufschuhanalyse Überpronation vs. Neutralfuss. Test Laufschuh Beratung - Finde den besten Laufschuh



Geschlecht
Was ist dein Geschlecht?
Laufgeschwindigkeit
Was ist deine durchschnittliche Laufgeschwindigkeit?
Terrain und Untergrund
Auf welchem Untergrund läufst du zum Großteil?
Einsatzzweck
Für was brauchst du deinen Laufschuh?
Fußtyp
Welcher Fußtyp bist du? -> siehe Anleitung im Video.
Gewicht
Wieviel wiegst du?




Auf was kommt es beim Laufschuhkauf an?

Damen Laufschuhe vs. Herren Laufschuhe. Was ist der Unterschied?

Was ist wichtig wenn ich Beratung zu neuen Laufschuhen brauche? Der erste gravierende Unterschied beim Laufschuhkauf besteht zwischen Laufschuhen für Herren und Laufschuhe, die explizit für Damen konstruiert sind. Aber was ist der Unterschied, den es neben der Fußgröße und der Schuhfarbe wirklich gibt?
Die Schuhform: Vergleicht man die Herren- mit den Damenmodellen, so fällt auf, dass Damenschuhe in der Regel einen schmalen Fersenbereich haben und dem Fuß und den Zehen im Vorfußbereich großzügiger, sprich weiter geschnitten sind. Generell sind männliche Läufer, Triathleten und Trailrunnner in der Regel größer, so dass sie auch auf größere Füße haben.

Teilweise wird eine veränderte Kniestellung im Verhältnis zum Oberschenkel bei Frauen aufgrund des breiteren Beckens mit einer veränderten Materialwahl kompensiert. Aus unserer Sicht ist dieser Aspekt eher zu vernachlässigen, da der Fußaufsatz aus unserer Sicht hierdurch nicht beeinflusst werden kann.

Im durchschnitte verfügen Frauen über weniger Muskelmasse als Männer. Dadurch können Frauen im Vergleich weniger Energie aufbringen um den Schuh zu flehen. Mit flehen meinen wir die Biegung der Schuhsohle. Aus diesem Grund werden bei Frauenschuhen teilweise Einkerbungen vorgenommen, bzw. weichere Materialien verwendet, dass die natürliche Abrollbewegung des Fußes durch den Laufschuh nicht gestört ist.

Was ist noch wichtig beim Laufschuhkauf, bzw. was muss ein Verkäufer unbedingt berücksichtigen damit du eine Chance hast den für dich besten Laufschuh zu finden? Es ist dein Leistungsniveau.

Mit deinem Leistungsniveau geht naturgemäß deine Laufgeschwindigkeit einher. Wenn du schneller läufst, tendierst du eher dazu auf dem Vorfuß zu landen, läufst du langsamer, landest du eher auf der Ferse. Dies liegt meist auch mit der Lauftechnik zusammen, jedoch haben wir festgestellt, dass Anfänger in den allermeisten Fällen vorzugsweise über die Ferse laufen. Dies ist einerseits auf eine mangelnde Koordination, andererseits auf fehlende Muskulatur zurückzuführen. Unter dem Link zu Fehlern beim Laufen findest du mehr Information. Zurück zum Joggingschuh, bzw. Laufschuh. Abhängig von der Laufgeschwindigkeit ist die Auswahl der Sprengung des Schuhs. Unter einer Sprengung verstehen wir die Höhendifferenz zwischen Ballen und Ferse. Eigentlich wie beim Formel 1 Auto. Das Rennauto ist vorne tiefer als hinten. Jedoch ist es in der Regel so, dass versiertere Läuferinnen und Läufer eher Schuhe mit geringer Sprengung laufen können, somit keine starke Höhendifferenz haben und langsamere Läufer/innen eher mit größerer Sprengung unterwegs sind. Ganz einfach abhängig davon, ob man auf dem Vorfuß, Mittelfuß oder auf der Ferse landet. Und das wiederum ist abhängig von: der Laufgeschwindigkeit, bzw. dem Niveau des Läufers.

Was das äußere Design eines Laufschuhs vermutlich am meisten beeinflußt, ist die Wahl des Geländes.

Von der Auswahl des Terrains hängt ab ob du analog zu Autowelt, einen Geländewagen, Rennwagen oder eine gute Mischung brauchst. Wir unterscheiden hier zwischen Strassenlauf, also wenn du sämtliche deiner Läufe auf der Strasse, bzw. Asphalt absolvierst. Es gibt die reinen Trailschuhe, die für das Laufen auf Waldwegen oder das Rennen im Gelände ausgelegt sind.



Was du über Laufschuhe wissen solltest, auch wenn du dich beraten läßt.

Wie ist ein Laufschuh eigentlich aufgebaut?

Fersenabschluss

Schlüpfst du in einen Laufschuh hinein, so befindet sich an der obersten Stelle am Übergang zum Fußknöchel die Schaft-Abschlusskante oder der sogenannte Fersenschluss. Diese Kante unterstützt sowohl deine Achillesferse, als auch deine Ferse. In erster Linie wird das Herausrutschen aus dem Schuh verhindert, was mit schmerzhaften Blasen verbunden sein kann.

Verstärkung im Fersenbereich des Laufschuhs

Wenn du deinen Laufschuh von hinten betrachtest, so findet sich hier meist eine Verstärkung entweder sichtbar (außen) oder aber innen, unter dem sogenannten Upper, also dem Überzug des Schuhs. Die Verstärkung im hinteren Bereich kann zudem die korrekte Bewegungsausführung im Fersenbereich unterstützen.

ein Laufschuh hat 3 Sohlen

Wenn man einen Laufschuh betrachtet, so besteht der Schuh aus 3 Sohlen, bzw. Sohlenteilen
Die Außensohle ist das Fundament eines jeden Laufschuhs. Hier findet sich das Profil, welches in Abhängigkeit vom Belag, unterschiedlich ist. Für Wettkampfschuhe wird in erster Linie ein flaches Profil verwendet, da du so man meisten Trip hast, wohingegen für Trailschuhe ein stärkeres Profil verwendet wird. Ein stärkeres Profil hat den Vorteil, dass du auf lockerem Waldboden, Kieswegen, schlammigen Wegen oder aber auf Trails bessere Traktion hast. Der Nachteil auf der Straße ist hingegen, dass du hier
Über der Außensohle befindet sich die Mittelsohle. Die Mittelsohle ist oft aus Schaum, Gel, EVA oder herstellerspezifischen Technologien, z.B. der Boost Schaum bei Adidas. Diese Mittelsohle ist entscheidend für die Haltbarkeit und die Performance, bzw. das Verhalten des Schuhs.
Die Innensohle wird auch als Sockliner bezeichnet. Wenn du wissen möchtest , ob ein Schuh von der Größe her passt, kannst du den Sockliner herausnehmen und prüfen ob an den Seiten, bzw. Ohne entsprechend Platz ist. Aus unserer Sicht sollte der Sockliner am Rand mit deinem Fuß abschließen und vorne solltest du bei Laufschuhen einen halben, bis einen Daumen platz haben.

Was bedeutet Sprengung beim Laufschuh? Für was ist Sprengung wichtig, bzw. wieviel Sprengung brauche ich?

Generell bestimmt die Struktur der Sohle die Überhöhung der Ferse des Schuhs im Vergleich zur Fußspitze. Dies wird im Fachjargon als Sprengung bezeichnet. Je höher die Sprengung, desto größer ist der Höhenunterschied von der Fußspitze zur Ferse. Warum brauchen wir überhaupt Sprengung? Der Gedanke hinter der Sprengung ist einen Schuh im Fersenbereich bestmöglich zu dämpfen um den Aufprall abzudämpfen. Da im Vorderen Teil des Schuhs aber möglichst wenig Energie beim Abdruck in die Dämpfung „verpuffen“ soll, fällt hier die Dämpfung geringer aus.
Im Lauf der Zeit haben sich immer wieder unterschiedliche Trends mehr oder weniger durchgesetzt. So läutete Nike mit der Luftkammer die Dämfungswelle ein, gefolgt von Asics mit den Gel-Pads. Nachdem man versuchte die Sohle immer härter zu machen um noch mehr zu Dämpfen war irgendwann das Limit erreicht. Die Schuhe wurden zu „schwammig“, sprich die Dämpfung war irgendwann die Grenze erreicht, an dem die dämpfende Bewegung nicht mehr kontrolliert werden konnte. Also zurück zur Natur, bzw. zum Natural Running, der Imitation des Barfußlaufens. Je weniger, desto besser war das neue Credo. Nike war auch hier wieder Vorreiter mit dem Nike free. Momentan geht der Trend eher wieder Richtung vollgedämpfte Schuhe (aber mit weniger Sprengung). Laufen wie auf Wolken, ist der neue Leitsatz und Hoka One One und die Laufschuhmarke On haben die Nase vorne. Aus unserer Perspektive läßt sich beobachten, dass die Schuhe umso weniger Dämpfung haben, desto schneller und besser die Athleten werden. Dies hängt in erster Linie mit dem Gewicht sowie mit der laufspezifischen Muskulatur zusammen. Aus diesem Grund sollten Anfänger eher dazu tendieren etwas gedämpftere Schuhe zu verwenden. Von den Topläufern im Marathon, Halbmarathon oder über 10 Kilometer läuft keiner einen Schuh mit 2cm „Dämpfung“ oder wie auch immer die Herstellereigene Bezeichnung sein mag…

Das Upper oder die Schutzhülle des Laufschuhs

Das Mesh oder Upper schützt den Span vor Schmutz, Dreck und anderen Objekten, die Verletzungen herbeiführen können. Oftmals ist der Bezug zudem aus einem Wasserfesten, bzw. Wasserabweisenden Material, was bei Regenläufen zu weniger Blasen und Schwielen führen kann. Das Upper fixiert den Fuß über, bzw. an die Sohle(n), also genau da wo er hingehört.

Die Zehenkappe oder Toe box

Als Zehenkappe bezeichnet man den vorderen Teil des Schuhs in dem die Zehen „ruhen“. Je nach Laufschuhmodell fällt die Zehenkappe unterschiedlich breit und hoch aus. Bei der Auswahl des richtigen Laufschuhs solltest du darauf achten, dass du weder oben, noch unten anstößt. Zur Schuhbreite ist noch zu sagen, dass du deinen Fuß am Nachmittag oder Abend vermessen solltest, da er im Lauf des Tages etwas anschwellen kann. So gehst du sicher dass du keine Blasen bekommst.

Was ist der Leisten beim Laufschuh?

Der Leisten ist das zentrale Element des Schuhs. Er bestimmt die Breite und die Länge des Schuhs. Während Schuhe in Asien eher einen schmaleren und kürzeren Leisten haben, haben Schuhe in den USA eher einen breiteren, bzw. Längeren Leisten. Dies hängt neben der Körpergröße mit dem Körperbau zusammen. Der Leisten ist aus einem stabilen Material, oft aus Plastik und gibt zugleich die Form des Schuhs wieder. Hierbei unterscheiden wir zwischen Gerade – dieser Leisten wird bei Motion Control Schuhen verwendet, Leicht gekrümmt – dieser Leisten findet dich in den meisten neutralen Laufschuhen und Stabilitätsschuhen.
Die letzte Schuhart findet sich in Curved Profil welches in erster Linie in Leightweight Schuhen verbaut wird.